Mobbing: Analyse in Fällen

Analyse von Mobbing-Fällen: Und weg bist du

Quelle: Spiegel online

Protokolle: Christoph Stehr

Mobbing kann jeden treffen, von einem Tag auf den anderen. Plötzlich Opfer zu sein, bringt Menschen um ihre Motivation, ihre Selbstachtung, ihre Gesundheit. Und um ihren Job.

Doch wer rechtzeitig seine Situation erkennt, kann das Schlimmste verhindern. Drei Fälle – und was Experten dazu sagen.

Warum gerade ich? Wer Opfer einer Mobbing-Attacke wird, stellt sich diese Frage Tag für Tag. Es ist eine bohrende Frage, eine Frage, die einen Menschen fertigmachen kann.

Und die Experten oft leicht beantworten können. Niemand wird wirklich grundlos zum Opfer. Oft sind es kleine Fehler, die zum großen Sturm führen. Wer sie rechtzeitig erkennt, kann sich viele böse Attacken ersparen.

Drei Experten kommentieren drei Mobbing-Fälle und beantworten dabei die dringlichen Fragen: Warum ich? Wie hätte ich mich wehren sollen? Und: Wie verhindere ich, dass ich erneut Opfer werde?

Yannick, 26, Junior Produktmanager – Mein Feind, der neue Chef
„Im Bewerbungsgespräch war die Welt noch in Ordnung. Ich hatte sofort einen guten Draht zu meinem späteren Vorgesetzten.

Er war fast so etwas wie ein väterlicher Freund für mich, immer ansprechbar, fair und dabei sehr anspruchsvoll. Wenn ich mal eine Marktforschung nicht optimal konzipiert oder mit unserer Agentur schlecht verhandelt hatte, nahm er mich gehörig ins Gebet. Umso mehr freute ich mich über sein Lob vor dem versammelten Team.

Pech, dass er nach anderthalb Jahren zu einer Auslandstochter versetzt wurde. Seine Nachfolgerin kam aus einer anderen Abteilung, duzte gleich jeden und war sofort beliebt.

Ich glaube, mich mochte sie von Anfang an nicht, weil sie merkte, dass ich mindestens so viel konnte wie sie.

Dann ging es los: Meine Chefin zog mich von großen Kunden ab, ich durfte nur noch Projektdokumentation machen. Zu der wöchentlichen Führungskräfterunde, an der ich als eine Art Assistent meines früheren Vorgesetzten oft teilgenommen hatte, nahm sie jemand anderen mit. Wichtige E-Mails gingen an mir vorbei. Keine Einladungen mehr zu Kunden-Events, nur noch unwichtige Messen.

Dass mein Team eine kleine Weihnachtsfeier vorbereitete, bekam ich zufällig mit. In Besprechungen wandte sich meine Chefin nie an mich. Wenn ich mal etwas sagte, ignorierte sie das völlig, redete einfach zu einem völlig anderen Thema weiter.

Die Kollegen bekamen mit, dass mein Stern im Sinken war, und ließen mich links liegen. In die Kantine ging ich nur noch allein. Bald war es mir egal, ich brauchte niemanden. Und Hilfe schon gar nicht: Meine Eltern wollten, dass ich zum Betriebsrat ging, aber davon halte ich nichts.

Ich wollte so wenig wie möglich mit meiner Chefin und den Kollegen zu tun haben. Urlaub und Freizeitausgleich legte ich bevorzugt auf Tage mit Teambesprechungen. Als schließlich meine Firma umstrukturierte und das Marketing zusammenstrich, griff ich als erster beim Angebot einer Vertragsauflösung mit Abfindung zu.“

Ute Bölke, Karrierecoach aus Wiesbaden, analysiert den Fall von Yannick

Das sagt Ute Bölke, Karrierecoach aus Wiesbaden, dazu:
Warum gerade ich?

„Mit dem alten Vorgesetzten funktionierte für Yannick die Zusammenarbeit nach dem Motto „Lob und Tadel“. Leistung wurde belohnt, Misserfolg getadelt. Die Nachfolgerin duzte die Mitarbeiter, führte weniger hierarchisch. Sie war vielleicht gleich alt, jedenfalls kein väterlicher Freund. Yannick betrachtete den Wechsel nicht als Chance, sondern als Pech.

Er tauchte ab, weil er sich bedroht fühlte. Statt zu netzwerken und „Politik“ zu machen, schmollte er. Professionell wäre es gewesen, die neue Chefin zu analysieren, auf sie einzugehen, fachlich zu brillieren und sein Revier zu verteidigen. Doch Yannick blieb im Vater-Sohn-Schema kleben.

Die neue Chefin wertete sein Verhalten als Desinteresse, vielleicht fühlte sie sich als Person abgelehnt. Das musste sie als Affront auffassen. Entsprechend reagierte sie und stellte Yannick kalt. Der nahm die Opferrolle bereitwillig an und räumte schließlich das Feld. Yannick machte sich selbst zum Opfer, ohne je über diese Entwicklung reflektiert zu haben.“
Wann und wie hätte ich mich wehren sollen?

Yannick hätte zunächst ein Status- beziehungsweise Übergangsgespräch mit dem alten Chef und dessen Nachfolgerin einfordern können. Mögliche Themen: die gegenseitigen Erwartungen, Perspektiven, Kommunikations- und Führungsstil.

So hätte er erfahren, was es bedeutet, auf gleicher Ebene und sachbezogen zu diskutieren, Neuerungen anzustoßen und umzusetzen. Wichtig wäre es außerdem gewesen, die Nähe zur Chefin zu suchen und ein Netzwerk im Unternehmen aufzubauen. Mal mit Kollegen nach Feierabend ein Bier zu trinken, ist nicht verkehrt.

Angesichts der drohenden Umstrukturierung hätte er Ideen einbringen und so seine Position sichern können. Auf einen 26-Jährigen wartet nur eine magere Abfindung – gewiss kein Trostpflaster für den Jobverlust. Spätestens als Yannick merkte, dass sich sein Aufgabengebiet ändert, hätte er mit seiner Chefin reden müssen.

Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, seine Wahrnehmungen mitzuteilen und um offenen Austausch zu bitten. Mit dem Rückzug aus dem täglichen Geschehen zeigte Yannick aber seine innere Kapitulation und verunsicherte zusätzlich die anderen Teammitglieder. So erklärte sich die zunehmende Sprachlosigkeit und Isolation.“

Wie verhindere ich, dass ich erneut Opfer werde?
„Yannick muss erkennen, dass er bereitwillig die Opferrolle annahm – vielleicht weil ihm mit 26 Jahren die Reife für proaktive Konfliktbewältigung fehlte. Er kann aus dem Geschehen einiges für seine berufliche Zukunft und für die Entwicklung seines Sozialverhaltens mitnehmen.

Etwa die Erkenntnis, dass Diskussionen, Konflikte, Machtkämpfe zum Berufsleben gehören, aber nicht als Bedrohung verstanden werden müssen. Ein diskussionsfreudiges Arbeitsumfeld sollte man als eine reizvolle Lebensaufgabe sehen, die einem hilft, sich soziale Fähigkeiten anzueignen.

Wenn Yannick möchte, kann er, mit oder ohne externe Unterstützung, versuchen, die Situation gedanklich noch einmal durchzuspielen und Handlungsalternativen zu überlegen. Dabei würde er lernen, sein Verhalten besser zu steuern, um flexibel und gezielt auf Menschen zu reagieren. Flucht ist jedenfalls keine Lösung.“

2. Teil: Susi, 38, Ingenieurin für Qualitätssicherung –

mit Karacho in die Schaf-Falle

„Ich weiß, dass ich dick bin. Es reicht, wenn mir der Arzt das sagt. Dazu brauche ich die Kollegen nicht. Sie tun es trotzdem. Nicht offen, nur in Andeutungen. Auf meinem Schreibtisch habe ich mal eine Frauenzeitschrift gefunden, aufgeschlagen bei der Titelgeschichte „70 Pfund weniger in sieben Monaten“.

Hat jemand Geburtstag und bringt Kuchen mit, nötigt er mir garantiert ein drittes Stück auf, obwohl ich mehrfach gesagt habe, dass ich mich mit Süßem zurückzuhalten versuche.

Alle schauen mich gebannt an, als hätten sie Wetten darauf abgeschlossen, ob ich das Stück nehme. Meist würge ich es doch runter und brauche gar nicht aufzuschauen, um zu wissen, dass einige fies grinsen. In der Kantine esse ich nur Salat, die anderen packen sich den Teller extravoll.

Ich würde gern unserer Betriebssportgruppe Badminton beitreten, aber als ich Interesse zeigte, sagte eine Kollegin, Badminton gehe wahnsinnig auf die Gelenke und sei eine Belastung für den Kreislauf. Ich habe mich meinem Chef anvertraut, aber der wollte den Mobbing-Vorwurf nicht gelten lassen. „Das ist doch nichts Konkretes. Mobbing sieht anders aus“, sagte er.

Nach langem Bitten berief er trotzdem eine Teambesprechung ein. Er hat schrecklich rumgeeiert, und als dann der Vorwurf endlich im Raum stand, brach ein Sturm der Entrüstung los.
Mobbing: Informationen und Hilfe im Netz

Die Aussprache hätte ich besser bleiben lassen sollen. Die Ingenieurkollegen begegnen mir mit einer Eiseskälte, die ich nie für möglich gehalten hätte. Früher war ich der Sonnenschein des ganzen Werks, jeder kam gern zu mir, auch weil ich hilfsbereit war, ohne Murren Urlaub tauschte oder stets nickte, wenn jemand mittags früher Schluss machen wollte.

Nach einem Selbstbehauptungstraining in meiner Freizeit habe ich ab und zu auch mal nein gesagt, seitdem erst scheint mein Gewicht ein Thema geworden zu sein. Gestern habe ich gehört, dass mehrere Kollegen zum Betriebsrat gegangen sind, weil ich angeblich beim Werksleiter gegen sie intrigiert hätte. Als ob ich jetzt die Mobberin bin!“

Claudia Kimich, Coach und Verhandlungsexpertin aus München, analysiert den Fall von Susi

Das sagt Claudia Kimich, Verhandlungsexpertin und Coach aus München, dazu:

Warum gerade ich?

„Susi ist in die klassische Schaf-Falle gelaufen. Sie denkt sich ihre frühere angebliche Beliebtheit schön. Der Wahrheit kommt vermutlich näher, dass sie ausgenutzt wurde. Die Kollegen waren nur scheinbar nett. Sie fanden es toll, jemanden zu haben, auf den sie unangenehme Arbeiten abschieben konnten, und der immer ja sagte, wenn jemand Urlaub tauschen oder früher Feierabend machen wollte.

Als Susi anfing, zu sich zu stehen und nein zu sagen, war es vorbei mit dem bequemen Leben in der Abteilung. Die nette, liebe Susi wurde sichtbar – plötzlich hatte sie Ecken und Kanten wie jeder andere. So wurde sie auch angreifbar.

Die Kollegen kannten ihren wunden Punkt, ihr Übergewicht. Sie hackten darauf ein, um ihre Abschiebestation zurückzubekommen. Später, als klar wurde, dass Susi standhaft blieb, diente das Mobbing nur noch dazu, Frust abzubauen und zu verletzen.“
Wann und wie hätte ich mich wehren sollen?

„Am besten hätte Susi schon bei den ersten „kollegialen“ Versuchen, ihre Gutmütigkeit auszunutzen, nein gesagt. Dann wäre sie zwar nicht der Sonnenschein der Abteilung gewesen, dafür aber respektiert worden. Nun gut – erste Chance vertan.

Zweite Chance: Als die Anspielungen auf ihr Gewicht begannen, hätte Susi sofort und konsequent Paroli bieten oder das Gerede komplett ignorieren müssen. Wer unfair angegangen wird, sollte konkret nachfragen und die eigenen Gedanken offenlegen: „Was willst du damit sagen?“ – „Könntest du mir diese Anspielung bitte näher erklären?“ – „Habe ich richtig verstanden, dass du dich über meine Figur lustig machst?“ – „Stimmt es, dass du hinter meinem Rücken Geschichten über mich erzählst?“

Gerade unter Ingenieuren herrscht manchmal ein rauerer Ton, den man schnell persönlich nehmen kann. Trotzdem wollen die meisten Kollegen nur spielen, nämlich testen, wie weit sie mit kleinen Rempeleien gehen dürfen, ohne einen ernsthaften Konflikt zu riskieren. Da heißt es, gleich zu Anfang gegenhalten. So gewinnt man den Respekt der Kollegen.“

Wie verhindere ich, dass ich erneut Opfer werde?
„Wenn Susi grundsätzlich mit ihrem Gewicht klarkommt, ist der Umgang mit den Kollegen nur eine Frage des Selbstbewusstseins. Ob sie ein paar Kilo zu viel hat, geht schließlich niemanden etwas an.

Vielleicht will Susi aber an ihrer körperlichen Verfassung etwas ändern – lässt sich so ihr Selbstbewusstsein stärken, ist das auch ein guter Plan. So oder so muss sie den Mut haben, zu sich zu stehen. Stellt sie noch einmal Anzeichen von Übergriffen seitens der Kollegen fest, sollte sie rechtzeitig Hilfe holen.

Die beste Freundin oder ein professioneller Coach haben ein offenes Ohr. Im Rollenspiel lässt sich richtiges Verhalten in Mobbing-Situationen trainieren. Susi lernt dabei, wie sie spitze Bemerkungen auskontert. Irgendwann betrachtet sie das Ganze als Spiel und hat sogar noch Spaß dabei.“

3. Teil: Thorben, 30, Gruppenleiter im Controlling – Schluss mit der Kumpelei

„Meinen Einstand als Führungskraft werde ich nicht so schnell vergessen. Ich hatte eine angesagte Location am Hafen ausgewählt und ließ Essen und Getränke vom Feinsten auffahren. Seltsam – die Leute, mit denen ich bis gestern von Gleich zu Gleich zusammengearbeitet hatte, waren jetzt meine Mitarbeiter.

Hey, ich bin immer noch der Thorben, sagte ich beim Sekt, aber es kam keine Stimmung auf.

So ging es weiter. Je mehr ich auf Kumpel machte, desto reservierter wurden die Ex-Kollegen. Bei einer Präsentation vor der Geschäftsführung ließen sie mich richtig hängen.

Zwei Power-Point-Charts fehlten. Das und ein mir unerklärlicher Zahlendreher in einer Marktanalyse sorgten dafür, dass mich der Sprecher der Geschäftsführung wie einen dummen Jungen nach Hause schickte: „Wir sehen uns in einer Woche wieder, nachdem Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben!“

Die Merkwürdigkeiten häuften sich. Ein Bericht unseres Wirtschaftsprüfers verschwand. Vor wichtigen Terminen wurde ausgerechnet der jeweilige Experte in meinem Team krank. Dann begannen die Spielchen im Internet.

In öffentlichen Foren wurde über mich abgelästert; jemand schlich sich in der Mittagspause an meinen Rechner, den ich nicht mit einem Kennwort geschützt hatte, und ersteigerte bei Ebay ein Sexspielzeug auf meinen Namen.

Die Gerüchte brodelten nur so: dass ich einen größeren Dienstwagen beantragt hätte; dass ich als Berater nebenher verdiene; dass ich mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Golf spiele. Bei einer Besprechung bekam ich einen Wutanfall, weil mich mehrere Mitarbeiter belogen – sofort wusste die ganze Firma von der Sache.

Meine Nerven lagen blank, ich schlief kaum noch, ein Ekzem, das ich ausgeheilt glaubte, kam wieder hervor. Ein Wunder, dass ich mich aufraffen konnte, Bewerbungen zu schreiben. Zwei Vorstellungsgespräche, und ich sah Licht am Ende des Tunnels.

Heute macht mir der Job wieder Spaß. Führungsverantwortung habe ich allerdings nicht – und kann herzlich gern darauf verzichten.“

Jörn Tschirne von der CoachAcademy Stuttgart analysiert den Fall von Thorben

Das sagt Jörn Tschirne von der CoachAcademy in Stuttgart dazu:

Warum gerade ich?

„Neid, Antipathie und Frust gehören zu den häufigsten Ursachen für Mobbing. Mit dem Nobel-Einstand hat Thorben seinen Kollegen signalisiert: Ich habe es geschafft – ihr nicht! Wer da nicht neidisch wird, muss ein wahrer Gutmensch sein. Doch die Feier war nur der Auftakt zu einer Reihe von Fehlern und Versäumnissen.

Vor allem hätte Thorben seine neue Rolle konsequent ausfüllen müssen. Von einem Vorgesetzten wird zum Beispiel erwartet, dass er Führungsverantwortung übernimmt, also die Mitarbeiter fördert und fordert. Damit sind zuweilen unpopuläre Entscheidungen verbunden, etwa das Delegieren zusätzlicher Arbeit oder Kritik am Leistungsverhalten.

Thorben wollte aber weiter als Kumpel gesehen werden, was den Eindruck vermittelte, er sei der Führungsaufgabe nicht gewachsen. So verspielte er den Respekt seiner Mitarbeiter und ermutigte sie zum Boykott. Die Gruppendynamik tat ein Übriges, um seinen Rückhalt im Team zu zerstören.“

Wann und wie hätte ich mich wehren sollen?

„Der erste Schritt wäre gewesen, die Situation kritisch zu analysieren – gleich nach der verpatzten Feier. Wahrscheinlich schwelte bereits vor der Einladung ein Konflikt. Die Bestandsaufnahme hätte Thorben geholfen, das zu merken.

Beim ersten Anzeichen eines Konflikts musste Thorben das klärende Gespräch mit dem betreffenden Mitarbeiter suchen. Zu dem Zeitpunkt hätte er es noch mit einer einzelnen oder mit wenigen Personen zu tun gehabt, nicht mit dem ganzen Team.

Solche Gespräche stärken das eigene Selbstbewusstsein und zeigen der mobbenden Person deutlich Grenzen auf. Wichtig ist es, nicht in die Isolation zu gehen. Auch als Führungskraft konnte Thorben Kollegen ins Vertrauen ziehen, die sich notfalls in den Konflikt eingeschaltet hätten. Die einschlägigen Beratungsstellen stehen übrigens jedem Mobbing-Opfer offen, unabhängig von dessen hierarchischer Stellung im Unternehmen.

Niemand braucht sich zu schämen, in einer Mobbing-Situation Rat und Hilfe zu suchen.“

Wie verhindere ich, dass ich erneut Opfer werde?

„Die gute Nachricht für Thorben lautet: Es gibt nicht das typische Mobbing-Opfer. Deshalb sollte er beim Antritt seiner neuen Stelle authentisch bleiben. Er muss nicht versuchen, jemand anderes zu sein. Die eigene Persönlichkeit auszuleben, setzt allerdings voraus, dass Thorben seine negativen Erfahrungen aktiv aufarbeitet. Er sorgt so dafür, dass er mit einem Maximum an Sicherheit die neue Stelle antritt.

Das Kapitel Führungsverantwortung hat Thorben vorerst abgeschlossen, wie er sagt. Das muss nicht für alle Ewigkeit gelten. Sollte er irgendwann wieder Chef werden, sieht seine Mobbing-Vorsorge so aus: Konflikte mit den Beteiligten umgehend klären, Eskalation vermeiden, im Gespräch eine konstruktive Einigung erzielen. Thorben müsste dann außerdem mehr auf die Stimmungen in seinem Team achten. Fortbildungen zu Kommunikation und Führung unterstützen bei der Wahrnehmung der Führungsaufgabe.“

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