Mein Hilferuf an Sie, Frau Tito, als Wirtschaftsermittlerin zum Personal-Skandal bei der Drogeriemarktkette dm

„Meine“ ehemalige dm-Mitarbeiterin Gaby wird seit einem Jahr von mir betreut und wir haben nun im März 2017 eine Schadensersatz- und Schmerzensgeldklage gegen dm einreichen lassen. Ich dokumentiere den gesamten Prozess für mein Enthüllungsbuch, das ich gezielt dem Milliardär Götz Werner widmen werde.

Gaby hat im Oktober 2016 PERSÖNLICH mit Götz Werner telefoniert, nachdem ich ihr seine Handynummer gab.
Götz Werner wollte angeblich den Fall prüfen lassen, aber statt Hilfe zu erhalten, erhielt sie eine fragwürdige Antwort vom Anwalt der dm-Drogeriemarktkette.

Gaby war so schwer enttäuscht von Götz Werner, so dass ich sie nur trösten konnte und ihr mitteilen werde, dass ihre Enttäuschung auch das Ende der Täuschung ist. Es macht keinen Sinn über Götz Werner’s Reaktion traurig oder enttäuscht zu sein.

Meine Gaby arbeitet inzwischen bei einem Mitbewerber und fühlt sich an ihrem neuen Arbeitsplatz wohler als zuletzt bei dm.

Gaby möchte nun Ihren Fall öffentlich machen, um von Mobbing betroffenen dm-Mitarbeiter/Innen Mut zu machen.

dm-Mitarbeiter/Innen, die Ihren Fall auf meinem Blog oder nur für mein Buch veröffentlichen lassen möchten, können mich ab sofort zu diesem Zweck anschreiben:

s.tito@online.de

Hier nun Gaby’s Brief an mich, den Sie veröffentlicht haben möchte:

Betr.: Mein Hilferuf an Sie, Frau Tito, als Wirtschaftsermittlerin zum Personal-Skandal bei der Drogeriemarktkette dm

Sehr geehrte Frau Tito,

bitte leiten Sie meinen Bericht an eine Redaktion Ihres Vertrauens weiter.

Ich möchte mit Ihrer Hilfe vor die Kamera treten und darüber berichten, wie dm-Mitarbeiter durch Rufmord durch Vorgesetzte mit unrechtmäßigen Abmahnungen aus dem Unternehmen gemobbt werden, psychisch erkranken, der Betriebsrat mich nicht unterstützte und wie die Geschäftsleitung durch widersprüchliche Anweisungen Mitarbeiter in die Enge treibt, die zwangsläufig gegen eine Anweisung verstoßen müssen, weil sie sonst gegen die andere Anweisung verstoßen.

Mein persönlicher Bericht für eine Redaktion vom 15. 09. 2016:

Ich , Gabi, 52 Jahre alt, war von 2004 bis zu meiner erzwungenen Kündigung zum 31.03.2016 bei dm als Verkäuferin beschäftigt.

Im Jahr 2015 habe ich innerhalb von 4 Monaten (!) 2 zweifelhafte Abmahnungen während meiner Abwesenheit aus gesundheitlichen Gründen erhalten.

1.Abmahnung

wegen einer zweifelhaften Kundenbeschwerde nach Antritt einer Reha-Maßnahme, die NICHT – wie ich zunächst angenommen hatte – von der Filialleitung an den Gebietsverantwortlichen, Herrn Lars Barthel, gemeldet wurde, SONDERN AUFGRUND EINER SEHR SUBJEKTIVEN MAIL EINER 20 STD. KRAFT, Frau Deniz Slaughter, an den
Gebietsverantwortlichen, die sich ÜBER DIE FILIALLEITUNG HINWEGGESETZT HATTE…

Die Filialleitung hatte diese angebliche Kundenbeschwerde sowie einen „zusätzlichen Verstoß“ gegen eine Anweisung NICHT an den Gebietsverantwortlichen „gemeldet“, obwohl sie von der 20 Std. Kraft, Frau Deniz S., “über den angeblichen Vorfall“ informiert wurde.

ANWEISUNG der Geschäftsleitung dm an das Personal in den Filialen ist: Bei Diebstahls-Delikten immer eine 2. Kollegin hinzuzuziehen!

An diesem Nachmittag waren insgesamt nur 3 Mitarbeiter in der Filiale…

hätte ich laut Anweisung eine Kollegin dazu geholt, wäre die AUSZUBILDENDE alleine an der Kasse gewesen und kein weiterer Mitarbeiter im Laden !

Damit hätte ich ganz klar gegen eine andere Anweisung verstoßen, nämlich dass immer mindestens 2 Mitarbeiter im Laden präsent sein müssen und niemand ALLEIN im Laden ist !

In diesem Fall wäre es zudem noch die Auszubildende gewesen, die allein an der Kasse wäre!

Nachdem die Filialleitung „untätig“ blieb, wurde dies von der 20 Std. Kraft 1 Woche später „nachgeholt“ – Nachdem ich am 05.02.2015 meine REHA angetreten hatte, erhielt der Gebietsverantwortliche am 09.02.2015 die besagte E-Mail, die er zum Anlass für die 1. Abmahnung nahm…

Diese Abmahnung (03.03.2015) wurde mir nach meinem REHA – Aufenthalt an meinem 2. Arbeitstag ( 10.03.2015) völlig unvermittelt zu Arbeitsbeginn vorgelegt.

Die zweifelhafte Kundenbeschwerde soll am 04.02.2015 gewesen sein. Am 03.03.2015 wurde die Abmahnung verfasst – nachdem ein Monat „abgewartet“ wurde, hätte man mir einige Tage später durchaus noch die Gelegenheit einer Stellungnahme geben können.

Da mich die unberechtigte Abmahnung völlig unvorbereitet traf, war ich in einer emotionalen Ausnahmesituation

Ich bekam von der Filialleitung großzügigerweise 20 Minuten „Schonfrist“ um mich zu beruhigen, um anschließend meine 8 Std. Schicht bis 20 Uhr „abzuleisten“ und mit verweinten Augen den Kunden „freundlich gegenüberzutreten“…

Die Filialleitung hingegen machte Feierabend.

Hätte die Filialleiterin, wenn sie etwas von Personal- und Menschenführung verstehen würde, nicht wissen müssen, dass so ein tiefgreifendes Gespräch zu einem Zeitpunkt nach Feierabend stattfinden müsste?

Wenn man als gewissenhafter Mitarbeiter zum „Abgemahnten“ degradiert wird und den Schock erst einmal verarbeiten muss?

Stattdessen hat sie mich bewusst psychisch demontiert und ich musste diesen Tag durchhalten. Die Kunden unter solchem Schock mit einem Lächeln zu bedienen, wenn man unberechtigt eine Abmahnung erhält, ist so grausam.

Die Umstände die zur Abmahnung geführt hatten und natürlich die Abmahnung selbst, haben mich so sehr belastet, dass ich mich an eine Vertrauensperson der Firma dm gewandt habe, nachdem mir weitere, ungerechtfertigte Vorwürfe gemacht wurden und sich bei mir bereits körperliche Symptome zeigten, wurde ich ab 24.04.2015 krank geschrieben….

Die Arbeitsunfähigkeit wurde – ohne Unterbrechung – bis zu meiner erzwungenen Kündigung zum 31.03.2016 über fast 12 Monate von einer Fachärztin für Psychiatrie festgestellt.

Während dieser Zeit befand ich mich außerdem 6 Wochen zur stationären Behandlung in einer Psychiatrischen Klinik.

Die Vertrauensperson war der Meinung, dass die Abmahnung unter diesen Umständen zurück genommen werden müsste.

Daraufhin wurde ein Gesprächstermin mit dem Gebietsverantwortlichen, der Filialleitung, einem Betriebsrat und der Vertrauensperson vereinbart. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits krank geschrieben.

Schon zu Beginn des Gesprächs – bevor ich überhaupt zu Wort kam, wurde ich vom Gebietsverantwortlichen mit neuen, angeblichen, Kundenbeschwerden über mich konfrontiert….
…die letzte sollte erst vor 2 Tagen gewesen sein…!

Das Gespräch fand am 22.05.2015 statt! Seit dem 24.04.2015 war ich aber schon krank geschrieben und nicht in der Filiale!

Auf meine Frage, „wie es sein kann, dass sich Kunden über mich beschweren obwohl ich gar nicht in der Filiale war“,

kamen nur ausweichende Antworten…

Als dann vom Gebietsverantwortlichen schließlich noch die Aussage kam, bei den Beschwerden über mich seien mindestens 2 schriftliche Kundenbeschwerden dabei gewesen, bat ich ihn mir die angeblichen Kundenbeschwerden vorzulegen!

Seine Antwort darauf: diese könne er mir nicht vorlegen, weil den Kunden die Beschwerden wieder mit nach Hause gegeben wurden…

Das Gespräch dauerte insgesamt ca. 90 Minuten oder länger und hat mir so zugesetzt, dass ich den Raum zwischenzeitlich weinend verlassen musste und von der Vertrauensperson zurückgeholt wurde.

Über die Tatsache, dass die unberechtigte Abmahnung und durch die Umstände, dass die Geschäftsleitung von dm zwei Anweisungen herausgab, wobei man als Mitarbeiterin zwangsläufig gegen die eine oder andere Anweisung verstoßen MUSS und deshalb zu angeblichem „Fehlverhalten“ gezwungen wird, wurde gar nicht gesprochen!

Die dm-Geschäftsleitung erteilt Anweisungen, die einen Mitarbeiter zwangsläufig zu vermeintlichen „Fehlverhalten“ verleiten!

Diese Tatsache wurde nicht ansatzweise besprochen! Stattdessen wurde ich nur mit weiteren Vorwürfen konfrontiert.

Der „Betriebsrat“ war während des gesamten Gesprächs zwar „anwesend“, – hüllte sich jedoch in Schweigen…kein einziges Wort kam über seine Lippen !

Warum hilft der Betriebsrat uns dm-Mitarbeitern nicht, die widersprüchlichem Anweisungen der Geschäftsleitung, die uns zu angeblichen „Fehlhandlungen“ zwingen, bei Erich Harsch offen anzusprechen, damit die verantwortlichen Geschäftsführer ihre Fehler korrigieren, damit wir nicht mit unrechtmäßigen Abmahnungen überzogen werden. Warum schützt Erich Harsch die Mitarbeiter nicht und verletzt damit die Fürsorgepflicht gegenüber Mitarbeitern, die sich im Sinne des Unternehmensinhaber Herrn Werner einsetzen???

In diesem Zusammenhang muss man wissen, dass zumindest in meinem Fall der komplette Betriebsrat aus Filialleitern oder Angestellten von dm besteht und der Gebietsverantwortliche somit auch deren direkter Vorgesetzter sind.

Es liegt somit auf der Hand, dass im Ernstfall der Mitarbeiter auf der Strecke bleibt und keine
ausreichende Unterstützung vom Betriebsrat erwarten kann, da dieser keine eigenen Nachteile in Kauf nehmen wird….

Die gleiche ernüchternde Erfahrung musste ich bei meiner 2. Abmahnung machen, bei der ich mich an den Betriebsrats-Vorsitzenden gewandt hatte – ebenfalls Filialleiter im Gebiet von Herrn Barthel .
In meinen Augen besteht der Betriebsrat bei dm nur „pro Forma“….

Da mir nicht einmal der „Betriebsrat“ zur Seite stand, habe ich bei der Rechtsberatung von dm
angerufen, wo ich den Rat bekommen habe, mich an einen Rechtsanwalt zu wenden.

Dies habe ich dann auch getan und in letzter Konsequenz wurden schließlich BEIDE Abmahnungen zurückgenommen um einer Klage vor dem Arbeitsgericht zu entgehen.
Doch zuvor erhielt ich die 2. Abmahnung, die noch haarsträubender begründet wurde und schon kriminelle Züge angenommen hatte….

Am 30.06.2015 wurde dann ( ebenfalls auf meinen Wunsch) ein zweites „Gespräch“ geführt, diesmal zusammen mit dem Betriebsrats-Vorsitzenden und dem Gebietsverantwortlichen.

Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits seit mehr als 2 Monaten im Krankenstand, was den Gebietsverantwortlichen nicht daran hinderte , mir die 2. Abmahnung – wegen einer weiteren „vermuteten Kundenbeschwerde“ über die er mich am 22.06.2015 per Mail in Kenntnis setzte – vor den Augen des Betriebsrats-Vorsitzenden zu überreichen.

Wie auch sein Betriebsrats – Kollege davor , verlor er während des gesamten Gespräches kein einziges Wort, sondern hörte nur zu…

Auf der Abmahnung vom 22.06.2015 – an dem Tag, an dem ich vom Gebietsverantwortlichen über die „vermutete Kundenbeschwerde“ informiert wurde, war ein Beschwerdebrief über mich abgedruckt, in dem ein Vorfall geschildert wird, der sich definitiv zu keinem Zeitpunkt ereignet hat ! Zudem wurde eine „Kollegin“ erwähnt, die in den „Vorfall“ involviert gewesen sein soll – deren Name mir jedoch bis heute ebenso wenig genannt wurde wie all jene Mitarbeiter, bei denen sämtliche Kundenbeschwerden über mich „ gemeldet“ wurden….

Als ich den Gebietsverantwortlichen, Herrn Lars Barthel, darauf aufmerksam machte, dass das Schreiben keinen Absender erkennen lässt, erklärte mir Herr Barthel:
„…er selbst habe persönlich die ECHTHEIT des Schreibens überprüft – nicht dass ich auf den Gedanken komme, eine Kollegin könnte dahinter stecken…“ (Originalton)

Als ich ihn aufforderte, mir den Namen und die Adresse des Absenders zu geben um eine Anzeige wegen Verleumdung zu erstatten, meinte er, „….er möchte nicht, dass ich mit der Person in Kontakt trete…“

Der Name der involvierten „Kollegin“ wurde mir trotz mehrmaliger Nachfrage nicht genannt…auch nicht in den folgenden Monaten, nachdem ein Anwalt eingeschaltet war…

Nachdem sich der Gebietsverantwortliche, Herr Barthel, beharrlich weigerte mir den Absender des
Beschwerdebriefes zu nennen – der doch Auslöser für die 2. Abmahnung war – und mir somit die Möglichkeit nahm, mit einer Anzeige wegen Verleumdung dagegen vorzugehen,
habe ich mich an die Service Stelle von dm gewandt, wo der Beschwerdebrief eingegangen war.

Nachdem ich erklärt hatte, dass dieser „Vorfall“ zu keinem Zeitpunkt stattgefunden hatte und ich dennoch eine Abmahnung erhalten hatte, war man bereit, mir den Absender zu nennen, damit ich auch eine Anzeige wegen Verleumdung erstatten kann.

Dann wurde mir mitgeteilt, dass das Schreiben am 11.06.2015 um 14.19 Uhr ANONYM eingegangen ist !!!
Mir konnte lediglich eine E-Mail Adresse genannt werden: vnovotni@web.de

Über diese Internet-Adresse lässt sich jedoch kein Kontakt herstellen, da vermutlich über ein Handy eine Internet-Adresse eingerichtet wurde und nach versenden des Schreibens die Adresse sofort wieder gelöscht wurde.

Obwohl dem Gebietsverantwortlichen von Anfang an bekannt war, dass das Schreiben ANONYM eingegangen war, verschleierte er über Monate die Identität des Absenders.

Als ich schließlich Klage beim Arbeitsgericht eingereicht hatte, kam über den Firmenanwalt von dm der „Vorschlag“ den NAMEN zu nennen – WENN ich die Klage zurückziehe…!!!
Dies grenzt zum einen schon an Erpressung – zum anderen , welcher NAME würde mir genannt werden – da das Schreiben ANONYM eingegangen war…?!

Zusätzlich wurde mir – telefonisch über beide Anwälte – eine Abfindung in Höhe von 5.000.- Euro angeboten, WENN ich die Klage zurückziehe und im Gegenzug den NAMEN genannt bekomme, an dem mir so viel liegt….

Das „Angebot“ habe ich abgelehnt, da ich damit auf weitere Forderungen verzichtet hätte….

Zudem hätte die Abfindung in Höhe von 5.000.- Euro für 11 Jahre Betriebszugehörigkeit sämtliche Überstunden sowie den gesamten Jahresurlaub von 2015 beinhaltet, was rund 4.000.- Euro ausgemacht hätte.

Unter dem Strich wären dies lächerliche 1000.- Euro Abfindung für 11 Jahre im Unternehmen dmgewesen.

Ganz abzusehen von den gesundheitlichen Schäden, die mir durch das Fehlverhalten der Verantwortlichen – bis hin zur Geschäftsleitung – zugefügt wurden.

Selbst meine erzwungene Kündigung, die PERSÖNLICH an den Firmengründer, Herrn Götz Werner, per Einschreiben adressiert war, wurde von einem Herren aus der Geschäftsleitung beantwortet. In der Kündigungsbestätigung bedauert Herr Harms meine Entscheidung,
„…aufgrund von Missverständnissen, die geklärt wurden…“ meine Kündigung.

Dm präsentiert sich in der Öffentlichkeit als SOZIALES UNTERNEHMEN

Hinter den Kulissen sieht die Realität jedoch ganz anders aus ….

Der werbewirksame Slogan von dm „HIER BIN ICH MENSCH“ mag vielleicht auf die Kunden zutreffen – jedoch nicht auf eine Vielzahl von Mitarbeitern, mit denen zum Teil sehr UNSOZIAL und MENSCHENVERACHTEND umgegangen wird.

Herrn Götz Werner, dem bekennenden „Menschenfreund“ kann nicht entgangen sein, welche Züge die „Mitarbeiterführung“ inzwischen bei dm angenommen hat.

Es ist an der Zeit, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, was wirklich HINTER DEN KULISSEN BEI DM abläuft !!!

DAS IMAGE VON DM IST NUR EINE FARCE !!!

Keine Antwort ist auch eine Antwort, Erich Harsch!

Per E-Mail an Erich Harsch zur Kenntnis für Christian Harms am 25.01. 2016

Silvia Tito
Wirtschaftsermittlerin
Mühlenstraße 3B
24521 Pinneberg

https://dmmobbinggegenmitarbeiter.wordpress.com/

dm-drogerie markt GmbH + Co. KG
Geschäftsführer Erich Harsch (Vorsitzender)
Carl-Metz-Straße 1
76185 Karlsruhe

Betr.: Meine Anfrage für Ihre Mitarbeiterin Frau X, die mich um Hilfe bat

Sehr geehrter Herr Harsch,

seit einiger Zeit recherchiere ich für Hilfe suchende Filialmitarbeiter/Innen ihres Unternehmens, die mir in mehrfachen Fällen darüber berichteten, dass sie durch unmenschliche Behandlungen Ihrer Führungskräfte psychisch erkrankten.

Diese betroffenen Mitarbeiter berichteten mir auch, dass sie weder vom Betriebsrat noch von Vertrauenspersonen Hilfe erhielten, sondern meist nach Gesprächen entlassen oder strafversetzt wurden oder durch gezieltes Mobbing so zermürbt sind, dass sie Ihr Unternehmen freiwillig verlassen oder verlassen möchten.

So einen Fall, wie von Ihrer Mitarbeiterin Frau X, die sich über ein aufgezeichnetes Telefonat nun bei Ihnen Gehör wünscht, würde ich Ihnen auf Nachfrage direkt zum abhören übermitteln wollen, denn in diesem konkreten Fall möchte ich Sie um ein persönliches Gespräch bitten.

Frau X ist sehr angeschlagen und verkraftet nicht, dass sie bisher kein Gehör und keine Hilfe seitens dm erhielt und sich zu einer Klage vor dem Arbeitsgericht gezwungen sieht, die auch anhängig ist.

Die Mitarbeiter/Innen, die sich bei mir melden, haben in den meisten Fällen schon intern beim Betriebsrat oder bei Vertrauenspersonen um Hilfe gebeten. Frau X hat alles unternommen, um intern Hilfe zu bekommen, aber kommt nicht durch.

Ich scheine als Wirtschaftsermittlerin für nicht wenige dm-Mitarbeiter/Innen die letzte Hoffnung und Anlaufstelle zu sein, weil sie in ihrer Verzweiflung nicht mehr wissen, an wen sie sich sonst wenden können.

Diese betroffenen Mitarbeiter/Innen leben noch die Unternehmensphilosophie, die Götz Werner für seine Mitarbeiter/Innen schuf und sie wirken während meiner Gespräche äußert loyal Ihrem Unternehmen gegenüber und machen einen sehr engagierten Eindruck.

Diese Mitarbeiter/Innen, die sich ihrem Arbeitgeber so loyal verhalten, sollte man nicht als „Nestbeschmutzer“ betrachten, sondern durch meine externe Unterstützung als wertvolle Informationsquelle nutzen, um im Personalbereich für eine Projektlaufzeit gemeinsam ein externes Krisenmanagement durchzuführen, damit ein weiterer Imageschaden von dm abgewendet werden kann.

Nach dem Erscheinen des Fokus-online-Berichts, Anlage anbei, haben sich etliche dm-Mitarbeiter/Innen bei mir gemeldet und bitte mich um Hilfe. Der Pressebericht erschien den Mitarbeitern wie eine Erlösung, dass das Thema Mobbing bei dm endlich öffentlich wird.

Ich habe zahlreiche Anrufe und Briefe erhalten, immer mit der Bitte verbunden, dass ich mich für die dm-Mitarbeiter/Innen unbedingt einsetzen möge, da sie sich hilflos fühlen.

Das Thema Mobbing ist nicht angenehm, aber es sollte in keinem Unternehmen als Tabu unter den Teppich gekehrt werden. Die wirtschaftlichen und personellen Verluste, die durch Mobbing zwangsläufig für ein Unternehmen entstehen, können einen Millionenschaden verursachen. Deshalb betrachte ich das Thema Mobbing nicht als störenden Faktor für meine Arbeit, sondern sehe darin eine Chance für jedes Unternehmen, wirtschaftlichen Schaden zu vermeiden.

Ihr Unternehmen erleidet durch zu vermeidende Krisensituationen im Personalbereich

– einen Arbeitszeitverlust
– Verlust von wertvollem Mitarbeiterpotential
– wirtschaftliche Verluste durch zunehmende Erkrankungen der Mitarbeiter/Innen

Gute Argumente, die Sie als Vorsitzender der Geschäftsführung sicherlich in Erwägung ziehen sollten, um über neue Wege nachzudenken und mit mir in ein konstruktives Gespräch zu kommen. Denn davon profitieren nicht nur Ihre Mitarbeiter/Innen, die Sie unbedingt im Unternehmen halten sollten, sondern auch Sie als Geschäftsführer und damit das Unternehmen dm.

Ich möchte Ihnen deshalb einen konkreten Vorschlag unterbreiten, um eine Krise, die unweigerlich auf dm zukommen würde, wenn sich ein Mediensender einschaltet, zu verhindern.

Ich würde Ihnen gern XX in einem persönlichen Gespräch vorstellen, der gemeinsam mit mir für eine Projektlaufzeit eine wertvolle Stütze für Ihr Unternehmen sein würde.

Sehr geehrter Herr Harsch, überdenken Sie meinen Vorschlag und setzen Sie sich gern mit mir in Verbindung, möglichst in den nächsten vierzehn Tagen, um das Lebenswerk von Götz Werner zu schützen.

Als Anlage übersende ich Ihnen den Fokus online-Bericht, in dem u.a. auch über meinen Einsatz für Ihre dm-Mitarbeiter/Innen berichtet wird, ein kurzes Telefonat zu meinem Vorschlag für Sie und Frau X, sowie eine Stellungnahme der Ärztin von Frau X, die Ihnen verdeutlichen kann, dass wir diesen Fall intern schnellst möglich unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne ein Arbeitsgerichtsverfahren klären sollten, um Frau X psychisch nicht mehr zu belasten.

Ich verbleibe bis zu Ihrer Antwort

mit freundlichen Grüßen

Silvia Tito

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